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Retraktionsfäden, -pasten & -flüssigkeit

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Retraktionsfäden: Zahnfleischverdrängung und Trockenlegung

Eine Umfrage ergab, dass 98 % aller Zahnärzte Retraktionsfäden einsetzt, wenn Zahnfleisch das zu behandelnde Loch (Kavität) bedeckt. Durch den Retraktionsfaden wird das Zahnfleisch verdrängt und für eine störungsfreie Behandlung zurückgehalten. Die Fäden kommen immer dann zum Einsatz, wenn die Präparationsgrenze unterhalb der Zahnfleischhöhe liegt. Zur Stillung der Zahnfleischblutung können mit einem blutstillenden Mittel getränkte Retraktionsfäden verwendet werden.

Retraktionsfäden kommen auch bei Abformungen zum Einsatz, wenn zum Beispiel Kronen und Brücken angefertigt werden. Dabei wird ein ca. 1 bis 2 cm langer Faden um Zahn und Zahnfleisch angebracht, ehe mit der Abformung begonnen wird. Die empfohlene Fadenliegedauer beträgt zwischen 8 und 10 Minuten.

Ein- und Zweifadentechnik

Grundsätzlich werden zwei Techniken unterschieden. Bei der Einfadentechnik wird ein einzelner Retraktionsfaden in den Sulcus eingebracht und nach der Liegezeit (Herstellerangaben beachten, in der Regel 8-10 Minuten) entfernt, also wenn das Behandlungsfeld stillgelegt und das Zahnfleisch zurückgedrängt wurde. Im Anschluss kann die Abformung genommen werden.

Die Zweifadentechnik wird insbesondere bei tiefen Sulcus angewandt. Dabei wird zunächst ein dünnerer Retraktionsfaden unterhalb der Präparationslinie eingebracht, ehe ein dickerer Faden darüber platziert wird. Nach der Liegezeit und vor der Abformung wird lediglich der dickere Faden wieder entfernt. Die dünneren Fäden werden erst nach der Abformung wieder entnommen.

Tipp: Lassen Sie ein kurzes Stück Faden noch aus dem Sulcus ragen. Der Faden kann so einfach mit einer Pinzette gegriffen und leicht entfernt werden.

Retraktionsfäden in großer Auswahl

Retraktionsfäden gibt es in großer Auswahl und verschiedenen Formen. Grundsätzliche Formen sind:

  • Gestrickt
  • Gezwirnt
  • Geflochten

Gestrickte und geflochtene Retraktionsfäden fasern weniger auf als gezwirnte Fäden. Sie sind in der Regel auch einfacher einzubringen.

Retraktionsfäden gibt es mit und ohne medikamentösen Zusatz. Neben den zusatzfreien Fäden sind die mit Aluminiumchlorid oder Adrenalin versetzten Fäden am gebräuchlichsten.

Faden-Alternative: Retraktionspaste

Retraktionspasten werden mit einer Kanüle in den Sulcus appliziert und nach ca. 2 Minuten mit Wasserspray wieder ausgespült. Nach der Lufttrocknung stellt sich die Blutstillung ein und es wird eine Freilegung des Arbeitsfeldes erreicht. Eine Verletzung des Zahnfleisches, wie es bei der Arbeit mit dem Retraktionsfaden vorkommen kann, ist bei der Nutzung der Retraktionspaste ausgeschlossen. Auch kann die Retraktionspaste nicht versehentlich im Sulcus verbleiben, da sie bereits nach der Einwirkzeit wieder entfernt werden muss.

Retraktionsfaden und -paste online kaufen

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